Pferdepflege – Fünf Grundsätzliche Dinge, die profis vermeiden

1. inkorrektes, unpassendes, schlecht sitzendes Zaumzeug und Sattel

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie wichtig für Profis die korrekt sitzende und passende Trense und der korrekt sitzende Sattel ist?

Beim Satteln geht es um halbe Zentimeter, die Satteldecke muss exakt sitzen, und meist gibt es ein Pad, das ebenfalls präzise aufliegen muss. Nichts darf verrutschen.

Die Trense wird am besten von einem Sattler für das Pferd angefertigt, muss im Genick und unterm Nasenriemen gepolstert sein, die Schnalle des Kinnriemens lässt den überstehenden Lederriemen nach unten zeigen. Das gehört zum Grundwissen, ihr Lieben!

Gespräche hierüber können mit einem Amateur schon mal zwanzig, dreißig Minuten dauern! Das ist doch klar! Hinzu kommt das Basiswissen über den richtigen Zügel. Es ist entscheidend, dass man bewusst die richtige Wahl trifft, und diese begründet vertreten kann.

Alle Profis, die ich getroffen haben, akzeptieren diesbezüglich keine halben Sachen bevor man aufsitzt. Und sie haben recht. Das Ergebnis beim Reiten, oder auch anderer Arbeit mit dem Pferd, hängt entscheidend von der passenden Ausrüstung ab.

Stell dir vor, deine Stiefel passen nicht. Dann weißt du, dass du weder entspannt arbeiten kannst, und es ist wenig wahrscheinlich, dass du ein tolles Ergebnis erhältst.

2. Überprüfung und Pflege von Sattel und Zaumzeug vernachlässigen

Gewissenhaft pflegen Profis ihre gesamte Ausrüstung: Sattel und Zaumzeug stehen beim Profi unter ständiger Beobachtung. Warum? Die eigene Sicherheit und die des Pferdes und anderer hängt in letzter Konsequenz davon ab.

Einem Bekannten ist während einer Jagd die Trense gerissen. Er war mitten im Feld und steuerte auf einen Sprung zu. Tja. So etwas ist eventuell vermeidbar.

3. das Pferd nachrangig behandeln

Das Pferdewohl kommt für echte Profis zuerst. Das fängt beim Zeitmanagement an und endet erst, wenn das Pferd genügend Bewegung, eine saubere Box mit Heu hat und gesund und munter ist. Ausnahmen hiervon gibt es nicht.

Pferde benötigen einen konstanten Rhythmus und langsame Anpassung an Veränderungen, das gilt fürs Training und fast alle anderen Belange ebenfalls. Profis haben selbst Routine und übertragen diese auf ihre Pferde. So fasst das Pferd Vertrauen und kann sich langsam an Neues gewöhnen, ohne „überfallen“ zu werden.

Es ist für Profis selbstverständlich, sich an den Bedürfnissen der Pferde zu orientieren und eigene Bedürfnisse hintanzustellen.

4. Details missachten

Alles ist wichtig, wenn man mit einem Pferd umgeht. Als Amateur oder Neuling in der Reiterwelt kann man sich das oft nicht vorstellen. Deswegen ist es zu Anfang notwendig, den Umgang mit dem Pferd von jemandem zu lernen, der es kann.

Daher ist es gut, wenn man Profis täglich zusehen kann. So kann man sich einiges abgucken, wie Führen, Verladen, Umgang mit schwierigen Situationen und und und.

Für mich persönlich galt immer die Devise: lieber bin ich die schlechteste Reiterin im besten Stall, als die beste Reiterin im schlechten Stall.

Wenn man sich an Profis und dem Pferdewohl orientiert, wird einem schnell klar, dass der Reitsport enorm zeitaufwendig ist. Er umfasst ja nicht nur das Training, sondern das Wohlergehen des Tieres, das so einige Anforderungen an uns stellt.

Anstrengend wird es dann, wenn die Grundbedürfnisse des Pferdes nicht optimal erfüllt werden können. Der verantwortungsvolle Profi muss einen Weg finden, um dies ausgleichen.

5. keine Korrekturen vornehmen

Profis akzeptieren Korrekturen, auch von anderen. Ich kenne einen Reitmeister, der sich ehrlich darüber freuen würde, wenn er mal Tipps bekäme.

Ein anderer Profi hat in hohem Alter etwas dazu gelernt und sofort umgesetzt. Weder war er verschnupft, als ein bestimmter Aspekt kritisiert wurde, noch ungehalten noch sonst etwas. Er hat die Kritik, die berechtigt war, einfach ernst genommen und die Dinge verändert. Es dauerte einen Tag bis ein Missstand abgestellt war. So einfach und unkompliziert kann es gehen.

Und so kommt man weiter.

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